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Seit Februar 2006 lebe und arbeite ich in den USA, genauergesagt lebe ich in Belmont nahe San Francisco und arbeite in Redwood City, California.
Dieses Blog ist für alle, die wissen wollen, wie es mir gerade geht, und natürlich auch für alle, die interessiert, wie es sich in den USA so lebt.
Mein Bett, oder: Die Lattenrost-Odyssee
Da mein Rücken mittlerweile überhaupt keine Lust mehr auf Luftmatratzen hat, bin ich fest entschlossen, mein Problem des fehlenden Bettes zu lösen.
Da ist mir eingefallen, dass gleich zu Anfang, als ich eingezogen bin, in meinem Zimmer ein Bettgestell rumstand, was meine Mitbewohner wieder ausgeräumt hatten. Es stellt sich heraus, dass das Gestell Samara gehört, einer Mitbewohnerin. Darauf angesprochen, erklärt sie mir, dass sie das Gestell nicht so toll findet und deshalb auf Ebay versteigern möchte. Als sie hört, dass ich daran interessiert bin, schenkt sie mir das Bettgestell spontan! Cool!

Super. Jetzt fehlt nur noch ein Lattenrost und eine Matratze, beides bei IKEA günstig zu bekommen. Doch halt! IKEA verkauft europäische Größen, das Bettgestell ist aber Queen Size, also eine amerikanische Größe. Kein Problem, denn ich sehe dass im IKEA Katalog amerikanische Bettgrößen angegeben sind. Dann brauche ich ja nur noch einen Rost, der keine Mittelunterstützung braucht, denn eine solche Unterstützung bietet mein Bettgestell nicht.
Bei IKEA werde ich leider lange irreführend beraten, und stelle nach ewigen Diskussionen mit IKEAianern fest, dass der Rost, den ich mir kaufen möchte, eine Mittelunterstützung braucht bei Queen Size. Toll. Schließlich finde ich einen Lattenrost, der zwar etwas teurer ist, der aber offensichtlich die gesamte Breite hat. Um sicherzustellen, ob das auch so ist, frage ich mehrere Mitarbeiter, alle bestätigen mir, dass keine Mittelunterstützung nötig ist.
Dazu gibts noch eine Foam-Mattress, günstig und bequem. Alles in allem kostet mich das Bett jetzt ca. 260$, viel billiger als die US-Lösung. Also, das Ding kaufen, in meinen Mietwagen (interessanter Weise ist das ein Jeep Liberty) damit und ab geht die Post!

Doch zuhause kommt die Ernüchterung: Die IKEA Leute im IKEA East Palo Alto haben keine Ahnung von ihrer Ware. Auch der teure Rost ist 2geteilt, und braucht eine Mittelunterstützung! Mein Mitbewohner Dave sieht die missliche Lage, in der ich mich befinde und bietet spontan seine Mithilfe an: In seiner Garage findet er noch drei Bretter, die ungefähr so lang sind wie mein Bett. Er schneidet sie auf die korrekte Länge und montiert sie so in den Rahmen dass alles super fest ist. Typisch für einen Amerikaner und sehr zu meiner Belustigung, benutzt er Duct-Tape, um das Brett für die Mittelunterstützung zu befestigen. :)


Nach 2 langen Stunden der Lattenrostmontage und erneutem Zurückfahren zu IKEA wegen 2 falscher Teile in ihrem Lattenrost-Bastel-Set (mittlerweile verfluche ich die IKEA-Leute, denn der billige Rost hätte es auch getan und wär wesentlich schneller zusammengebaut gewesen) hab ich dann endlich mein Bett zusammen und falle todmüde in mein neues, noch nach Chemie stinkendes Bett.
Hier die Schritte der Montage:




Wow. Heute, das waren meine schlechteste Erfahrung mit IKEA bisher. Aber ich hab ein Bett und kann endlich von meiner Luftmatratze auf eine richtige Matratze wechseln. Am nächsten Morgen hab ich zwar Kopfweh wegen dem Gestank der neuen Matratze, aber meinem Rücken geht es viiiiel besser. :)
posted by Christian Ey at 23:46 permalink
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