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Seit Februar 2006 lebe und arbeite ich in den USA, genauergesagt lebe ich in Belmont nahe San Francisco und arbeite in Redwood City, California.
Dieses Blog ist für alle, die wissen wollen, wie es mir gerade geht, und natürlich auch für alle, die interessiert, wie es sich in den USA so lebt.
Nicht so aufregend wie gedacht: Der Pontiac Grand Prix
Puh, diesen Berg muss ich heute wieder hochgehen, um an mein Auto zu kommen. Wen's interessiert: Das Foto hab ich an der Ecke Union Street / Webster Street in Richtung Süden aufgenommen.  Aber nun zu etwas völlig anderem: Zum Pontiac Grand Prix.
Schon als ich das letzte Mal in den USA war, ist mir der Pontiac Grand Prix aufgefallen, allerdings das damals aktuelle Modell, was mittlerweile abgelöst wurde. Das neue Modell sieht zwar auch noch gut aus, aber meiner Meinung nach nicht mehr ganz so wie das 1997-2003er-Modell.
Und nachdem ich schon 2 mal das Auto gewechselt habe (zuerst hatte ich einen Chrysler Sebring, danach einen Pontiac G6), bin ich nun tatsächlich bei einem Pontiac Grand Prix gelandet.
Zunächstmal: Das Ding ist ein ewig langes Schiff. Auf den Bildern mag es nicht so rüberkommen, aber mit diesem Auto in San Francisco einen Parkplatz zu suchen ist eine richtige Qual. Wenn man denkt, da vorne hört das Auto auf, irrt man, denn wie die meisten amerikanischen Autos hat der Grand Prix sehr ausladende Stoßstangen vorne und hinten. Die Amis finden das chic.
Ich nicht.
Da ich kurz vorher noch den G6 gefahren bin, der ein hervorragendes Handling vorweisen kann, war ich auch vom Fahrverhalten des Grand Prix zunächst enttäuscht: Die Automatik schaltet extrem spät, was z.B. ein freches Rechtsüberholmanöver erschwert oder das Beschleunigen bei der Einfahrt auf den Highway unnötig verzögert.
Wenn die Automatik aber mal geschaltet hat, macht sich der 6-Zylinder mit seinen 200 PS fast mit einem Überschallknall bemerkbar, der Frontantrieb zieht wie verrückt am Lenkrad (komischerweise nicht immer geradeaus, wie ich das von meinem Peugeot gewöhnt bin, sondern in eine zufällige Richtung) und der Wagen spurtet mit einer fast wahnsinnigen Beschleunigung los. Dazu macht der Motor ein turbinenartiges Geräusch, was zugegebenermaßen ziemlich Spaß macht und Beifahrer(innen) zusammenzucken lässt.
Natürlich sieht der Wagen in weiß nicht ganz so gut aus, aber da muss man drüberwegsehen, schließlich ists ein Mietwagen.
Der Innenraum hat mich enttäuscht. Auch hier bin ich vielleicht vom zuvor gefahrenen G6 verwöhnt, doch die Materialien sind lieblos gewählt (massenhaft dunkelgraues, gummiartiges Plastik und am Lenkrad metall-immitierendes, lackiertes Plastik). Wenn die Entwickler am Innenraum versucht haben, Gewicht zu sparen, haben sie das meiner Meinung nach an der falschen Stelle gemacht. Außerdem haben die Verkleidungen und sogar das Lenkrad an vielen Stellen scharfe Kanten, die nicht ausreichend entgratet wurden.
Bei dem ganzen Meckern über Verarbeitung und Materialwahl darf man allerdings nicht vergessen, dass das Basismodell (das ich fahre) für 21000 Dollar (ca. 17000 Euro) zu haben ist. Dafür bekommt man in Deutschland grade mal einen Golf.
Auch im Grand Prix bekommt man beim Start eine Show mit allen Instrumenten gezeigt, bei der die Zeiger alle zusammen erstmal auf 100% fahren und nach 1-2 Sekunden wieder zurück, und auch ansonsten ist der Innenraum pfiffig mit vielen Fächern, Lüftungsschächten und Cup-Holdern versehen.
Insgesamt würde ich aber trotzdem den Pontiac G6 dem Grand Prix vorziehen.
posted by Christian Ey at 01:31 permalink
2 Comments:
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Parken mit lange Autos, da lob ich mir meinen Smart.
Mein Smart passt bestimmt in deinen Kofferaum:)
Das kann gut sein, ich hab mir hier wegen der Parkplatzsituation schon des oefteren einen Smart gewuenscht.
Aber auf den schlechten Strassen hier wuerde man dann doch sehr durchgeschuettelt... :)
Viele Gruesse
Chris