Des Narren Zeitvertreib

 

Es stellt der Narr zum Zeitvertreib
Mir seine tollen Fragen:
"Was wäre das für ein Verbleib,
Der aufgetrennt in Verb und Leib?",
Und böser Schalk mischt sein Gekicher.
Weiter schwillt des Narren Freude,
Denn er hört mich sagen:
"Verbleib desselben wär' nicht sicher.",
Und wir lachen alle beide.

 

Bis daß er's auf die Spitze triebe
Krümmt der Narr sich schief vor Lachen:
Wie lange wohl das Verb verbliebe? -
Es sei gesondert von der Liebe -
Und krächzt die Antwort selbst sogleich:
"So lieblos muß es alsbald sterben."
Erst jetzt beginn' ich aufzuwachen
Und zittre stumm und merke bleich:
Ich selbst bin aller Narren Verben!

 

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Carsten Schmidt
c.s. 10/11/96
Christian Ey

 

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